Quiz Fall – Galgo Espanol, Lily, 9 Jahre alt

Auflösung

Schritt 1: Wie beurteilen Sie die Qualität der vorliegenden Röntgenaufnahmen?

Richtige Antwort

  • Die Qualität der Röntgenaufnahme ist adäquat für eine diagnostische Auswertung.
  • Eine diagnostische Auswertung ist möglich, es liegen jedoch geringgradige Artefakte vor.
  • Eine Beurteilung ist aufgrund von Überlagerungen oder Artefakten nur eingeschränkt möglich.
  • Die gewählten Röntgeneinstellungen sind unzureichend und/oder es liegen hochgradige Artefakte vor. Die Aufnahme sollte wiederholt werden.

Erklärung

Die Röntgenaufnahmen sind korrekt gelagert. Belichtung, Detailerkennbarkeit (Räumliche Auflösung) und Kontrast (Signal-zu-Rausch Verhältnis) sind gut. Relevante Artefakte, welche die Auswertung einschränken könnten, sind nicht zu erkennen. Das Thoraxvolumen ist auf beiden Aufnahmen gut. Die Aufnahmen sind von guter diagnostischer Qualität.

Schritt 2: Ist die Lungendichte im vorliegenden Fall erhöht, erniedrigt oder normal?

Richtige Antwort

  • Die Lungendichte ist generalisiert erhöht.
  • Die Lungendichte ist lokalisiert erhöht.
  • Die Lungendichte ist generalisiert erniedrigt.
  • Die Lungendichte ist lokalisiert erniedrigt.
  • Die Lungendichte ist normal.

Erklärung

Vorliegend ist die Lungendichte im Bereich des linken und rechten Spitzenlappen sowie des rechten Mittellappens erhöht, sodass eine Abgrenzung des Lungengewebes gegenüber der Herzsilhouette erschwert bis nicht mehr möglich ist. Dies zeigt sich vor allem in der ventrodorsalen Röntgenaufnahme. Die Zwerchfelllappen zeigen hingegen eine physiologische Dichte.

Schritt 3: Wie stellt sich die Abgrenzbarkeit der Lungengefäße dar?

Richtige Antwort

  • Die Lungengefäße sind uneingeschränkt und bis in die Peripherie scharf abgrenzbar.
  • Die Lungengefäße sind zwar erkennbar, jedoch stellen sich die Konturen unscharf/verwaschen dar.
  • Die Lungengefäße sind nicht mehr eindeutig vom umliegenden Weichteilgewebe abgrenzbar.

Erklärung

Die Lungengefäße lassen sich im vorliegenden Fall nicht mehr eindeutig nachvollziehen. Dies spricht dafür, dass die entsprechenden Lungenlappen derart weichteildicht verschattet sind, dass eine Abgrenzung der ebenfalls weichteildichten Lungengefäße nicht mehr möglich ist, weil Lungengewebe und Lungengefäße nun eine gleichwertige Dichte haben.

Schritt 4: Welche der folgenden radiologischen Merkmale sind sichtbar?

Richtige Antwort

  • Aerobronchogramme
  • Positives Silhouettenzeichen
  • Lobäres Lungenzeichen
  • Atelektasen
  • Verdickte Bronchialwände (Donuts/Tramlines)

Erklärung

In der vorliegenden laterolateralen Röntgenaufnahme zeigen sich luftgefüllte Bronchien vor weichteildichtem Lungengewebe. Diese „Bäume im Nebel“ werden als Aerobronchogramme bezeichnet und werden dann sichtbar, wenn die physiologisch luftgefüllten Alveolen aufgrund einer Dichtezunahme des Lungengewebes (bspw. durch Exsudat/Flüssigkeit in den Alveolen) ebenfalls weichteildicht werden. Dies führt zu einem starken Kontrast und somit einer deutlich gesteigerten Sichtbarkeit der luftgefüllten Bronchien. Da die normalerweise luftgefüllten Lungenlappen maßgeblich für die radiologische Abgrenzbarkeit benachbarter Organe ist, führt deren weichteildichte Veränderung zu einer verminderten bzw. aufgehobenen Abgrenzbarkeit von z.B. der Herzsilhouette (Positives Silhouettenzeichen, lila Kreis).

Schritt 5: Welche der folgenden Lungenzeichnungen ergibt sich aus den bisherigen Befunden?

Richtige Antwort

  • Es liegt eine generalisierte bronchiale Lungenzeichnung vor.
  • Es liegt eine interstitielle Lungenzeichnung vor.
  • Es liegt eine alveoläre Lungenzeichnung vor.
  • Es liegt eine noduläre Lungenzeichnung vor.

Erklärung

Eine erhöhte Lungendichte, die fehlende Abgrenzbarkeit der Lungengefäße und das Auftreten von Aerobronchogrammen sprechen für eine alveoläre Lungenzeichnung. Das spezifische Verteilungsmuster im vorliegenden Fall – betroffen sind vor allem die Spitzenlappen und der rechte Mittellappen – sprechen für eine Aspirationspneumonie. Damit vereinbar ist auch der Vorbericht einer vorangegangenen Kehlkopf-Operation dieses Patienten, die eine Aspiration begünstigen kann.

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